Am Anfang stand die Idee, sich selbst möglichst jeden Tag zu 10.000 Schritten zu treiben. Aus einer fixen Idee wurde ein Projektrahmen, dessen Kernidee jetzt Realität wurde: „Fünf Millionen Schritte“.
Mit Sicherheit gibt es Menschen, die bei diesem Blogbeitrag stöhnen. Menschen, die es gewohnt sind, tagtäglich völlig andere Leistungen zu bringen. Und damit meine ich nicht nur Sportler*innen, sondern mit unter auch Brief- oder Paketzusteller*innen, Gartenbauer*innen, Servicekräfte und viele andere Personengruppen, die viel und häufig zu Fuß sind. Und denen möchte ich sagen: „Sie stöhnen zurecht.“
Wie passt das zusammen, dass ich mich dennoch für das Erreichen der „5 Millionen Schritte“ (falls Sie das Konzept des Projekts nicht kennen, finden Sie hier die Infos) erstmal richtig abfeiere? Weil die Grundvoraussetzungen gänzlich andere waren. Mein üblicher und tagtäglicher Bewegungsradius waren zuvor etwa 2.000-3.000 Schritte am Tag. Meine eigene mentale Gesundheit war recht wackelig und in gewissen Amplituden instabil. Und in den Phasen der akuten Depression habe ich mich partiell gar nicht bewegt. Also lassen Sie uns gemeinsam meinen Erfolg feiern:
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"5.000.000 Schritte! Es darf erstmal gefeiert werden."
Spannend. „Es darf erstmal gefeiert werden“, sage ich in dem Video. Ich spreche noch nicht mal in der ersten Person von diesem Erfolg. Dabei sollte ich doch gerade in der Reflektion mit Stolz auf das schauen, was ich in diesen letzten 433 konsekutiven Tagen bestritten habe. Wahrscheinlich bin ich doch noch nicht ganz dort, wo ich mental hinmöchte. Aber erstmal zu den Fakten:
Übersicht der Schrittleistung
Am Besten lässt sich anhand des Übersichtsgraphen erklären, warum ich das Ziel vorzeitig erreichen konnte. An einigen Tagen war die Laufleistung doch wesentlich höher als die angedachten 10.000 Schritte.
Stolz macht mich an dieser Grafik – wie auch in vorangegangenen Blogeinträgen zum Projekt, dass sich ausnahmslos alle Tage überhalb der 10.000-Schrittmarke bewegen. Mein Ziel, die Serie nicht reißen zu lassen, wurde also erfüllt. Spannend sind auch zu sehen, wann sich welche Ausreißer nach oben ergeben haben (das sind häufig „Entdeckungsläufe“ in anderen Städten gewesen) bzw. welche „Durchstrecken“ ich durchschritten habe (insbesondere an den heißen Sommertagen).
Übrigens fühlte sich das Knacken der Fünf-Millionen-Marke auf Twitter besonders gut an. Herzlichen Dank für die ganze viele Kommentarliebe, die mir von Usern geschenkt wurde:
5️⃣.0️⃣0️⃣0️⃣.0️⃣0️⃣0️⃣ SCHRITTE! 👣
Heute ist es geschafft! 🤠 Ich darf mit Freude verkünden, dass ich am 433. von maximal 500 Tagen vorzeitig mein Projektziel erreicht habe! 😍#5MSchritte #notjustsad #EndtheStigma #1000mehr pic.twitter.com/dYOAJ5VHq6
— Daniel R. Schmidt (@DanielRSchmidt) January 26, 2021
Haben Sie weitere Fragen an mich?
Vielleicht haben Sie jetzt eine Frage zum Projekt „5.000.000 Schritte“ oder zu Depressionen im Allgemeinen? Dann schreiben Sie mir gerne eine Mail (auch anonym) oder benutzen den Hashtag #5MSchritte auf den Plattformen Facebook oder Twitter.
#5MSchritte
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